0:1! Festung Waldstadion ist gefallen

Der FC Superfund Pasching musste gegen SC St. Stefan die erste Niederlage seit der Neugründung im Waldstadion hinnehmen. Der Aufsteiger aus Kärnten siegte durch einen Treffer von Martin Six (70.) mit 1:0. Trotz der Niederlage bliebt die Zellhofer-Elf auf dem ersten Tabellenrang – punktegleich mit WAC|St. Andrä.

Der SC St. Stefan konnte in dieser Saison in Oberösterreich noch kein Spiel gewinnen. Gegen Blau Weiß Linz, Union St. Florian und FC Wels setzte es jeweils Niederlagen. Am Dienstag gelang es den Kärntnern diese Negativserie mit einem historischen Sieg zu beenden. Der FC Superfund Pasching musste sich erstmals seit der Neugründung im Waldstadion geschlagen geben. Nahezu drei Saisonen hielt die Paschinger Festung.

Wie kam es dazu? Der FC Superfund Pasching startete gut in die Partie. Bereits in der 1. Minute verfehlte ein Ketelaer-Freistoß nur knapp das Gehäuse der Gäste. Marcel Ketelaer war auch bei den nächsten Aktionen der Zellhofer-Elf mit von der Partie und lieferte gute Vorlagen. Sabia (9.) und Horst Freiberger (10.) scheiterten allerdings bei ihren Möglichkeiten. Danach verflachte das Spiel und die Gäste wurden erstmals durch Harald Feichtner (23.) gefährlich. Die letzte erwähnenswerte Szene im ersten Durchgang war eine Chance durch Sabia (32.), die St. Stefan-Keeper Heritzer zu vereiteln wusste. Halbzeitstand im Waldstadion 0:0.

Im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel am Spiel der beiden Teams. Die Partie plätscherte ohne große Höhepunkte dahin. Sabia (57.) und Marcel Ketelaer (69.) vergaben die besten Einschussmöglichkeiten der Hausherren. Auf der anderen Seite nützten die Gäste eine der wenigen Torchancen. Nach einer Ecke versenkte Martin Six (70.) das Leder mit einem herrlichen Volleyschuss zum 0:1. Ein Aufbäumen des Tabellenführers konnten die 200 Zuschauer im Waldstadion nicht erkennen. Dennoch hatte der eingewechselte Marc Sand (80.), alleinstehend vor dem Gästetor, den Ausgleichstreffer am Fuß, doch der Paschinger Stürmer kam nicht mehr zum Abschluss. St. Stefan hätte die Führung hingegen noch ausbauen können, aber Rok Pavlicic scheiterte an Torhüter Pavao Pervan. Letztendlich brachte der Aufsteiger die Führung über die Zeit und eroberte als erstes Team der Regionalliga Mitte drei Punkte im Waldstadion.

Im Paschinger Lager war man einmal mehr von der Leistung der Mannschaft enttäuscht. „Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, dass Spieler eine derartige Vorstellung abliefern, obwohl Vertreter von drei österreichischen Bundesligaklubs sowie zwei Scouts von deutschen Bundesligaklubs zu Gast waren. Da fehlt mir das Verständnis. Die Ausrede, dass eine ungewisse Zukunft in Pasching bevorsteht und sich dies auf die Leistung auswirkt, lasse ich nicht gelten. Wir sind mit den Spielern im Sommer am Tisch gesessen und haben ihnen mitgeteilt, dass sich die Situation so darstellt und sie in Pasching ein Jahr Zeit haben, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Das ist den Spielern zumindest bei dieser Partie in keinster Weise gelungen. Schade!“, so Vizepräsident Max Eisenköck.

Verfasst von Christian Wascher | Bild FOTO LUI am 12.05.2010, 00:27
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